Ein riesen Danke an meine liebe Schwägerin Maritje für meine Logos und Emojis! 

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Moin moin!

 

Ich bin Raffi, Jahrgang '86, seit 2009 glücklich verheiratet, Mutter von zwei Jungen und - so Gott will - bald auch von einem weiteren Baby, Dienstmädchen für zwei Katzen und ich wohne an der wunderschönen Nordseeküste.

Bevor mich die Natur austrickste und mir einredete, dass ich ganz, ganz dringend Kinder haben wollen würde, durchlief ich erfolgreich zwei verschiedene Ausbildungen und arbeitete danach auch erstmal ganz normal.

In meiner Freizeit (zugegeben, die ist momentan leider etwas rar gesät) lese ich furchtbar gerne, backe, koche, gärtnere und - passt auf, damit habt ihr nicht rechnen können! - ich schreibe gerne. Na ja. Eigentlich rede ich gerne, aber nicht immer hat jeder Lust, zuzuhören. So kann ich meinem Mitteilungsbedürfnis trotzdem gerecht werden und mir einbilden, möglichst viele Menschen damit erreichen zu können. 


So. Und für wen schreibe ich nun?

Für mich, für euch, für meine Kinder…. für Eltern, die einfach erleichtert „Gott sei Dank sind wir nicht die einzig bekloppten“ denken, für Eltern, die sich danach für etwas besseres halten können, für Nicht-Eltern, die sich darin bestätigt sehen wollen, warum es ohne Kinder besser ist, für alle, die danach lieber Goldfische haben wollen und für alle, die es einfach nur interessiert, aus welchen Gründen auch immer.

 
 

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  • Raffi

Küstenmutti und die Geschichte vom Kraken

So, für alle intoleranten Familienbett-Nazis vorweg: Ich zelebriere es NICHT. Bitte sucht euch somit ein anderes Schlachtfeld.

So fühlt es sich für mich nämlich an. Wie ein Schlachtfeld.

Das Familienbett war auch so eine Illusion von Idylle, die mein Mann und ich recht schnell begraben haben. Bitte versteht mich nicht falsch, ich finde den Gedanken an sich schön, aneinander gekuschelt einzuschlafen und aufzuwachen, ich würde meine Kinder gerne öfter beim Schlafen betrachten (wann sonst sind sie so unfassbar friedlich?!) und ein ganz kleines bisschen schlägt da der Neid durch für die, bei denen es so toll klappt - aber bei uns soll es halt einfach nicht sein.

Zum Glück haben unsere Söhne auch ziemlich schnell durchblicken lassen, dass sie besser alleine schlafen, ansonsten hätte man mich mittlerweile wohl einweisen müssen.

Unsere Kinder wurden mehrmals in der Stunde wach, so lange sie im Elternzimmer geschlafen haben. Und wir dementsprechend auch.

Bei Nr. Eins haben wir uns furchtbar gefühlt, als wir ihn mit einem halben Jahr ins eigene Zimmer ausquartiert haben. "Babys schlafen mindestens ein Jahr im Elternzimmer!" wurde uns immer wieder gesagt. Ehrlich, Nr. Eins hätte schon mit zwei Monaten in sein eigenes Zimmer gekonnt, aber wir haben uns einfach nicht getraut. Wer will sich schon als Rabeneltern outen?

Bis wir alle ein halbes Jahr später total übernächtigt waren, weil Nr. Eins von Papis Schnarchen wach wurde und ich daraufhin von Nr. Eins' Meckern.

Wir probierten es also echt schweren Herzens und Gewissens aus - und siehe da, Nr. Eins schlief direkt in der ersten Nacht wie ein Engel. Und so blieb es bis auf ganz wenige Ausnahmen auch.

Als sich bei Nr. Zwei die gleichen Anzeichen bemerkbar machten, haben wir ihn, sobald Raum verfügbar war, in sein Zimmer gelegt. Sch*** auf Rabeneltern, sch*** auf Normen, schlechtes Gewissen adé.

Und siehe da - auch da war plötzlich Ruhe.

Mein Mann und ich waren uns allerdings von Anfang an einig: Sollten unsere Kinder unsere Nähe nachts doch mal brauchen, würden sie sie immer bekommen.

Bei Nr. Eins hat es vier Jahre gebraucht. Jetzt kommt er ein, zwei Mal im Monat, wenn er schlecht geträumt hat, oder - und das ist furchtbar - einfach nicht mehr schlafen kann. Das wiederum bedeutet, wir können es dann auch nicht mehr. Aber selbst wenn Nr. Eins wieder einschläft, ist es, als würde ihn jemand wie eine Marionette steuern. Rechter Arm hoch, Drehung nach links, Füße in den Rücken, Kopfnuss, zack. Andere Richtung. Füße auf meine Brust, Kopf auf meine Brust, zack, Knie im Bauch. Arm im Gesicht. Autsch! Kehlkopf, Kehlkopf! Der Junge hat plötzlich tausend Arme. Ich schwöre es, er mutiert zu einem Kraken. Und wenn er mal nicht um sich schlägt, schaukelt er im Schlaf hin und her, er ist immer in Bewegung.

In diesen Nächten bin ich jedes Mal fast dankbar für den Wecker.

Mein Mann schläft im übrigen einfach stumpf weiter. Den kannst du boxen ohne Ende, das stört ihn nicht. Im besten Falle schnarcht er auch noch im Takt zu Nr. Eins' Kraken-Choreographie.

Nr. Zwei ist jetzt anderthalb und durch eine Mittelohrentzündung, gepaart mit einem ziemlich offensichtlichen Schub, ziemlich anhänglich. Gott sei Dank nicht jede Nacht, aber ab und zu fällt ihm nachts um zwei ziemlich lautstark ein, dass Mama sich ja auch mal kümmern könnte.

Jetzt habe ich die Wahl. Alle zwanzig Minuten aufstehen, und nicht schlafen können. Oder ihn ins Bett holen - und, richtig, nicht schlafen können. Für Nr. Zwei ist unser Bett nämlich auch eine tolle Partyzone.

"Babba, da. Mamma, da. Mamma? Mamma? Babba, da." Hinsetzen. Kichern. Ich stelle mich schlafend. Ein Fehler, ich kann ihn so ja nicht sehen. PIEKS. Finger im Auge. Shit. Ich drehe ihm den Rücken zu. Er robbt in seinem Schlafsack halb auf mich drauf. "Mamma, da?" Ich drehe mich zurück, damit er nicht gleich vom Bett rutscht. Zack. Finger in der Nase, er kneift rein. Es tut höllisch weg. Jetzt habe ich den Finger im Mund. Ih. Der Nasenfinger... Er kneift mir in die Lippe. Dann versucht er, auf meinen Mann zu robben. Der schnarcht. Zack, hat er einen Finger in der Nase (War es der, der eben noch in meiner Nase war?). Er grunzt, ich grinse schadenfroh. Er dreht sich um und schläft weiter. Klar. Toll. Typisch.

Und nein, den Gedanken: Nr. Zwei muss doch irgendwann einschlafen... kannste knicken. Aber so was von.

Rekord war an einem Samstag, an dem wir ihn um sechs wieder in sein Bett gesteckt haben, wo er dann auch prompt wieder eingeschlafen ist - nach drei Stunden Party in unserem Bett. Erleichtert döste ich wieder ein, um um sieben Uhr von Nr. Eins mit "Es ist Tag, warum liegt ihr noch im Bett?" geweckt zu werden.

Mein Fazit: Genießt es, wenn ihr könnt. Fühlt euch nicht schlecht, wenn es nicht zu euch passt. Wir alle haben vermutlich gewisse Vorstellungen von einem perfekten Familienleben, bevor wir eigene Kinder haben und sind dann - mehr oder weniger - enttäuscht, wenn es nicht so ausführbar ist, wie wir wollen.

(Von welch naiven Träumereien ich mich in den letzen Jahren verabschiedet habe, reicht demnächst mal für einen weiteren Eintrag...)

Ich habe festgestellt, akzeptiere ich manche Dinge einfach so, wie sie sind und versuche sie nicht in einen Rahmen zu pressen, der - meiner Meinung nach - passen müsste, ist es für uns alle so viel entspannter. Und auch wenn ich gerne einen Sonntagmorgen harmonisch kuschelnd zu viert im Bett verbringen würde, erzwinge ich es nicht.

Dafür gehört unser Bett meistens nur meinem Mann und mir und wir haben ruhige Nächte, frei von kleinen Partykraken.

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